In diesem Blogbeitrag möchten wir diese Aussage aus Sicht der aktuellen, wissenschaftlich fundierten Physiotherapie beleuchten. Aus der Geschichte der Physiotherapie ist die Massage nicht wegzudenken, und auch heute wünschen sich viele Patienten eine Massage, die all ihre Beschwerden verschwinden lässt.
Doch was daran hat auch nach heutigen Standards noch Wert, und was waren schon immer Märchengeschichten?
Dass eine Massage eine Wirkung haben kann, dass sie Schmerzen lindern kann und man sich wohl und entspannt fühlt, ist unbestreitbar. Jedoch ist das Hauptproblem mit der Massage die Nachhaltigkeit. Je nachdem, wie gut man auf Massage anspricht, ist man früher oder später wieder auf die nächste angewiesen, und ganz weg geht das Problem nie. Durch Massage können Schmerzen und Verspannungen nicht langfristig reduziert werden. Es gibt jedoch Therapieformen, die genau dies können.
Um eine langfristige Lösung zu finden, gilt es zu verstehen, wie Schmerzen und Funktionseinschränkungen entstehen. Vereinfacht gesagt kann man es so zusammenfassen, dass Beschwerden dann entstehen, wenn die Anforderungen auf verschiedenen Ebenen (Stress, körperliche Belastung usw.) unsere Kapazitäten übersteigen (wie beispielsweise unsere Stressresistenz oder unsere Muskelkraft).
Wenn man es so ausformuliert, wird jedem klar, dass man etwas an diesem Gleichgewicht verändern muss, um langfristige Resultate zu erzielen. Genau an diesem Punkt scheitert die Massage: Auch wenn sie uns kurzfristig guttut, macht sie uns nicht kräftiger, belastbarer oder widerstandsfähiger.
Die einzigen Maßnahmen, die so etwas bewerkstelligen können, sind solche, bei denen Sie aktiv etwas unternehmen. Ein Baum wächst nicht, indem man ihn nur anschaut. So wie der Baum Nährstoffe, Wasser und Licht braucht, um zu wachsen, brauchen Muskeln, Knochen, Sehnen und Bänder Aktivität und eine gezielte Belastung, um stärker zu werden. Und auch unsere Psyche wird nicht widerstandsfähiger, wenn man nicht aktiv etwas unternimmt. Und genau wie der Baum Zeit braucht, ist auch für den eigenen Körper eine langfristige Lösung die beste.
Ebenso wichtig wie den eigenen Körper und Geist zu stärken, ist es, im Alltag zu lernen, Stress und Belastung der aktuellen Belastbarkeit anzupassen. Mit einem klaren Ziel kann diese Belastbarkeit durch Training weiter verbessert werden, bis sie dem eigenen Leben entspricht.
Dabei wollen wir als ausgebildete Physiotherapeuten Sie kräftig unterstützen, damit Sie langfristig Ihre Beschwerden loswerden können und im Laufe der Therapie zu einer kräftigeren, belastbareren und widerstandsfähigeren Version Ihrer selbst werden.
In der aktuellen Forschung hat sich gezeigt, dass eine solche Therapie das Selbstmanagement fördern kann. „Selbstwirksamkeit“ wird dies in der Wissenschaft genannt. Es geht darum, an sich selbst zu glauben und die innere Überzeugung zu entwickeln, sich selbst verändern zu können. Sie sind unabhängig von anderen und können mit ein wenig Starthilfe und Beratung Ihre Gesundheit selbst in den Griff bekommen.
Ein längerfristiger Therapieerfolg hängt von Ihrer aktiven Teilnahme ab. Es geht dabei darum, Ihre körperlichen und psychologischen Kapazitäten zu verbessern.
Doch wo findet in dieser modernen Art der Therapie nun die Massage ihren Platz?
Wie anfangs schon angesprochen, hat Massage sehr wohl eine Wirkung auf unser Befinden – sie ist nicht wirkungslos. Durch eine Massage kann man sich auf verschiedenen Ebenen besser fühlen. Sie kann einem körperlich als auch mental guttun. Eine Massage kann die nötige Unterstützung bieten, eine aktive Therapie zu starten. Sie kann eine wertvolle Ergänzung in Ihrem Behandlungsplan darstellen. Es ist nur wichtig, dabei das große Ganze nicht zu vergessen und das Problem tatsächlich auch noch an der Wurzel zu packen.
Möchten Sie langfristig Ihre Beschwerden verbessern? Dann formulieren Sie mit uns zusammen Ziele und unternehmen Sie aktiv Schritte in Ihrem Leben, um diese Ziele zu erreichen. Das Potenzial für eine bessere Version Ihrer selbst liegt in Ihrer Hand.